Die Liste der Verletzten und Urlauber lichtete sich seit der letzten Woche
deutlich, und so konnte der HSV dieses Mal fast komplett auftreten. 14
frische Spieler standen der sportlichen Leitung zu diesem Heimspiel bei
hochsommerlichen Temperaturen zur Verfügung. Deshalb machte man während der 90 Minuten auch regen Gebrauch von der Rückwechsel-Regel.
Von Beginn an stand das Team kompakt und diszipliniert und machte den
favorisierten Gästen das Leben richtig schwer. Das Spiel war absolut
ausgeglichen, ohne jedoch Höhepunkte vor den jeweiligen Toren zu bieten. Das änderte sich in der 25.Minute. Da gab es an der linken Strafraumseite in etwa 8
Meter von der Grundlinie einen Freistoß für den HSV. Alfred Schreiegg schnappte
sich den Ball und zwirbelte ihn erst an den langen Innenpfosten, von
wo er dann ins Tor sprang.
Die Gäste schienen schwer beeindruckt, und so
konnte der HSV des öfteren den Spielaufbau ganz ruhig und gelassen angehen. So
kam es nun zur dritten Pausenführung des HSV in dieser Saison. Diese ging
auch insgesamt absolut in Ordnung.
Mit Wiederanpfiff änderte sich das Bild jedoch radikal.So dauerte es nur
120 Sekunden, ehe die Gäste die nun herrschende Unordnung ausnutzen konnten
und den Ausgleich erzielten. Doch es kam noch schlimmer. Bereits 7 Minuten
später hatten die Gäste mit dem 1:2 das Spiel gedreht.
Der HSV erholte sich
von diesen Nackenschlägen nur schwer und ließ die Souveränität der ersten 45 Minuten vermissen. Klare Torchancen waren Mangelware und wieder einmal war
der HSV ansatzweise nur nach Standardsituationen gefährlich.
Daß die Gäste
schließlich gegen eine nun entblößte HSV-Abwehr in der letzten Spielminute
einen Konter erfolgreich abschließen konnte, passte da auch noch ins
Gesamtbild.
Dennoch konnte man 45 Minuten lang gegen einen klaren Aufstiegskandidat
mehr als mithalten. Erst als die Kondition und damit auch die Konzentration
schwanden, verlor man die Kontrolle und schließlich auch die Punkte. |