Mit der klaren Absicht das Spiel zu gewinnen, gab der HSV vom Anpfiff weg Gas. Zwar hatten die Hausherren in der 5.Minute den ersten Schuß aufs Tor,
danach aber kam der HSV immer wieder gefählich vor das Tor der Langerringer
und dort zu guten Chancen.
Einen erneuten herben Dämpfer fing sich der HSV
aber in der 20.Minute ein. Nach einem zu kurzen Rückpass von Ali Akhtar
konnte Peter Gerstner den durchgebrochenen Stürmer nur mit einem Foul stoppen
und sah dafür die Rote Karte. Somit war der HSV für die restlichen 70
Minuten des Spieles in Unterzahl.
Das sollte jedoch zu keiner Zeit auffallen,
denn selbst jetzt war der HSV die spielbestimmende Mannschaft und ließ
nichts zu. Das torlose Remis zur Pause ließ noch Platz für alle möglichen Spielausgänge und in der Kabine wurde die Losung: "Sieg !" ausgegeben.
Und der
HSV setzte alles daran, diese ersten drei Punkte einzufahren. Es gab in der
Folge mehrere gute Freistoßmöglichkeiten, die jedoch allesamt nicht genutzt
wurden. Zudem boten sich den Offensivspielern gute und beste Torchancen.
Getreu dem Satz:"Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu"
verhinderte viermal das Gebälk einen Treffer. Nach Latten- und Pfostenknallern von Hans-Jörg Passow und Ali Akhtar, klatschte ein Schuß von Sebastian Hartung an den
Pfosten und ein schön getimter Kopfball von Tobias Zimmermann landete ebenso
dort. Die Hausherren hätten sich nicht beschweren können, wenn sie zu diesem
Zeitpunkt klar in Rückstand gelegen wären.
Dann aber drohte der HSV
plötzlich doch noch mit leeren Händen da zu stehen, denn 10 Minuten vor dem Ende
brachte eine der wenigen Chancen für die Gastgeber das 1:0. Aber die Moral
des HSV, die an diesem Tag in kämpferischer und läuferischer Hinsicht zu jeder
Zeit zu sehen war, stachelte das Team an nicht aufzugeben. Dafür wurde man
bereits zwei Minuten später mit dem Ausgleich von Spielertrainer Hansjörg
Passow belohnt. Dieses 1:1 hielt dann bis zum Abpfiff.
Die Einschätzung dieses Ergebnisses fällt schwer. Zum einen muss man froh
sein, zu zehnt auswärts einen Punkt geholt zu haben, zum anderen schmerzen
die vergebenen Chancen doch sehr. Aber man muss der ganzen Truppe ein
Kompliment machen. Mit einer solchen Leistung wäre es vor Wochenfrist nie und
nimmer zu einem Debakel gekommen.... |