Absolut auf Augenhöhe und das vom Anpfiff weg war der HSV in Mickhausen.
Defensiv stand man geordnet und mit zunehmender Spielzeit klappte es auch
nach vorne immer besser.
Nach einer guten halben Stunde hätte man klar in Führung
liegen müssen, doch nicht nur Stefan Golling hatte Pech, als nach einer unübersichtlichen Szene im Mickhauser
Strafraum sein Schuß nur am Pfosten landete. Direkt danach
machte man mit der alten Fußballweisheit: "Wer vorne seine Chancen nicht nützt,
wird hinten bestraft" Bekanntschaft. Dabei fiel der Gegentreffer nach einer
wahren Fehlerkette. Erst ein überlässiger Ballverlust, dann ein unnötiges
Foul und schließlich eine gedankliche Auszeit der Abwehr, die die
Hausherren zum Führungstreffer nutzten.
Man konnte zur Pause mit dem Spiel der
Mannschaft durchaus zufrieden sein, nur eben nicht mit dem Ergebnis. Für den
zweiten Durchgang hatte man sich einiges vorgenommen und hatte damit auch Erfolg. Allerdings war auch der Treffer für den HSV alles andere als überlegt
herausgespielt. Eine optimistische Flanke fand doch noch Matthias Berger, dessen Abschluß geriet zur Vorlage, und Stefan Golling, der den Ball
nicht sauber traf, schoß einen Gegenspieler an, der den Ball so ablenkte, daß
er zum 1:1 ins Tor trudelte.
Doch nur 4 Minuten später, nach genau einer
Stunde gab es Strafstoß für die Hausherren. Nach einem langen Ball in den
Strafraum war Robert Dornberger mit einem Gästespieler zusammengerauscht und
der ansonsten sehr souveräne Schiedsrichter entschied, nicht für alle nachvollziehbar, auf Elfmeter. Dieser wurde
im zweiten Anlauf dann verwandelt.
Was sich in der letzten halben Stunde
abspielte, ließ den Zuschauern graue Haare wachsen. Gute und beste
Möglichkeiten wurden ausgelassen. Mehrere Male tauchte man frei vor dem Mickahuser Gehäuse auf, ohne jedoch die nötige Coolness im Abschluss zu besitzen.
Wieder einmal müsste ich jetzt hier bei Fazit den Spruch: " Selbst die Gastgeber mussten zugeben, daß zumindest ein Punkt gerecht gewesen wäre", aber
davon hat niemand etwas. Aufgrund der guten ersten Hälfte und der vielen
vielen Chancen in der zweiten Hälfte kann ich dieser Aussage aber auch nicht
widersprechen. Wenn man hinten drin steht ist man einfach nicht vom Glück
verfolgt. (hoffentlich muss ich nach diesem Bericht nicht das Phrasenschwein
füttern) < Anmerkung der Redaktion: "Doch!" |