Schon vor Spielbeginn unterlief dem HSV das erste "Eigentor". Bei seinem Aushilfs-Einsatz in der Reserve sah Sebastian Hartung für eine unbeherrschte Reaktion die Rote Karte. So musste Routinier Peter Gerstner nach 90 Minuten in der Reserve auch wieder als Libero in der Ersten auflaufen.
An ihm lag es aber nicht, dass man nach 9 Minuten in Rückstand geriet, als ein Freistoß sich direkt unter die Latte ins lange Eck senkte. Davor und danach war es eine ausgeglichene Partie, in der beide Teams nur selten zu Torchancen kamen. Einmal jedoch konnten die Hausherren die linke Seite der HSV-Abwehr knacken und in der Mitte hatte der Angreifer dann nach einer halben Stunde keine Probleme, den Ball über die Linie zu drücken.
Doch der HSV schlug zurück. Michael März erorberte tief in Gegners Hälfte den Ball, Stefan Golling behauptete ihn und Hansjörg Passow, der frei vor dem Tor auftauchte, vollstreckte eiskalt zum Anschlußtreffer nach 36 Minuten. Mit diesem knappem Rückstand ging es dann in die Kabine.
Bei kosequenter Regelauslegung hätte das ruppige Spiel der Gastgeber sicher in Feldverweisen seine Würdigung erfahren, so aber blieb es bis zum Schluß bei 11 gegen 11. Auf dem Platz übernahm Reinhartshausen dann nach einer Stunde immer mehr das Kommando. Der HSV stemmte sich mit allem kämpferischen Einsatz entgegen, geriet aber mehr und mehr unter Druck. So fiel fast logischerweise 12 Minuten vor dem Ende der entscheidende Treffer zum 3:1. Wer nun befürchtet hatte, der HSV würde einknicken, sah sich getäuscht. Biszur letzten Minuten war man bei der Sache und kam in den letzten Minuten sogar noch zu Chancen.
Fazit: Es wurden zwar nicht die erhofften Punkte geholt, aber die Mannschaft hat sich weder den Schneid abkaufen lassen, noch kann man ihr den Vorwurf machen, nicht alles versucht und gekämpft zu haben. |