Die Warnungen, den Gegner nicht zu unterschätzen, schienen bei der Mannschaft angekommen, denn von Beginn an war man klarer Chef im Ring. Die Gäste hatten zu keinem Zeitpunkt auch nur den Hauch einer Chance auf einen Punktgewinn. Trotz intensivster Gedächtnisarbeit ist in den letzten 25 Jahren kein Ergebnis in der Höhe wie dieses 11:1 zu ermitteln gewesen.
Der Torreigen wurde in der zehnten Minute eröffnet. Ein langer Ball aus dem Mittelkreis wurde von Mario Weiß auf Verdacht auf´s Tor getreten. Dort spekulierte Alfred Schreiegg auf einen Fehler des Torhüters, der ihm prompt den Gefallen tat, und so konnte der HSV-Stürmer zur Führung abstauben.
Nur zwei Minuten später konnte schon wieder gejubelt werden. Eine Freistoßflanke von Hans-Jörg Passow vollendete Matthais Berger mit einem gezielten Kopfball über den herausstürmenden Keeper hinweg. Nicht einmal eine ganze Minute später lief Alfred Schreiegg nach Zuspiel von Hans-Jörg Passow allein auf den Torhüter zu und erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 3:0.
Nun schaltete der HSV unbewußt einen Gang zurück, und die Gäste bekamen eine kurze Verschnaufpause. Erst in der 32. Minute war es Christian Adelsperger, der nach Zuspiel von Ali Akhtar auf 4:0 erhöhte. Nun schlich sich mehr und mehr der Schlendrian ein, was den Gästen den Ehrentreffer zum 4:1 nach 41 Minuten ermöglichte.
Nach der Pause bäumten sich die Gäste noch etwa eine Viertelstunde gegen das Debakel auf, ehe Peter Gerstner nach Foul an Michael März den Strafstoß wie gewohnt souverän verwandelte.
Ab der 70. Minute fielen dann die Tore wie reife Früchte: Matthias Berger bediente Hans-Jörg Passow, und dieser konnte sich mit dem 6:1 nun auch in die Torschützenliste eintragen. Drei Minuten später revanchierte sich Hans-Jörg Passow, der nun seinerseits den Ball maßgerecht für den zweiten Treffer von Matthais Berger zum 7:1 auflegte.
Sogar „Ecke-Tor“ war wieder erfolgreich. Hans-Jörg Passow auf Ali Akhtar, der nur noch einzunicken brauchte. 8:1 nach 79 Minuten. Stadionsprecher Udo Dornberger war noch beschäftigt, diesen Treffer anzusagen, als sich Hans-Jörg Passow nach Pass von Ali Akhtar zum zweiten Mal an diesem Tag als Torschütze feiern lassen konnte.
Chrstian Adelsperger zum 10:1 (85.) und noch einmal nach Vorlage von Ali Akhtar zum 11:1 (88.) bleiben die letzten beiden Treffer der Partie vorbehalten.
Ein Fazit ist leicht zu ziehen. Dieser Gegner war kein Maßstab. Trotz Phasen, die nicht wunschgemäß liefen, erspielte sich der HSV diesen Rekordsieg.
Bei den nächsten Spielen hängen die Trauben - sprich Punkte - wieder wesentlich höher! |