Eine komplett verschlafene erste Halbzeit bescherte dem HSV eine bittere Niederlage im Derby gegen den TSV Steppach. Die Teilnahmslosigkeit des HSV bestraften die Gäste mit zwei frühen Toren und hatten auch in der Folgezeit in punkto Zweikampf, Zusammenspiel und Einstellung klar die Nase vorn.
Mitte erste Halbzeit hatte der HSV Glück, als die Latte rettete, doch kurz vor der Pause schenkte man dem TSV Steppach durch ein Eigentor nach einer Ecke einen weiteren Treffer. Einzige nennenswerte Halbchance für den HSV hatte Andreas Moritz mit einem Kopfball, der am langen Pfosten vorbeiging, ansonsten waren die Hausherren so harmlos wie Teddybärchen. So war die klare Pausenführung für den TSV Steppach absolut verdient.
Erst in der zweiten Halbzeit wurde Fußball gespielt, wie es sich die Anhänger des HSV von Anfang an gewünscht hätten. In regelmäßigen Abständen wurden nun beste Tormöglichkeiten herausgespielt, die jedoch zunächst vergeben wurden.
So dauerte es bis zur 70.Minute, ehe der HSV durch Hans-Jörg Passow den 1:3 Anschlußtreffer markieren konnte. Zwar kassierte man nur wenig später durch einen Konter und fehlerhaftes Defensivverhalten das vermeintlich vorentscheidende 1:4, doch immer noch gab sich der HSV nicht auf.
Nach weiteren vergeben guten Chancen zeigte Alfred Schreiegg in der 86.Minute seine Klasse am ruhenden Ball und verwandelte einen Freistoß zum 2:4 - zu spät der erneute Anschlußtreffer, denn kurz darauf war Schluß.
Aufgrund der dominanten zweiten Halbzeit wären sogar noch Punkte drin gewesen, doch wenn man ein Derby 45 Minuten mit einer derart mangelhaften Einstellung bestreitet, hat man einfach nicht mehr verdient und somit geht der Sieg für Steppach absolut in Ordnung.
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