Bevor wir ins Spielgeschehen einsteigen, müssen ein paar Worte über den "Unparteiischen" verloren werden. Normalerweise lässt sich der Berichterstatter nicht über die Leistung des Schiedsrichters aus, doch bei diesem Pfeifenmann kann ich nicht anders. Ein solches Ausmaß an Selbstdarstellung und Messen mit verschiedenen Maßstäben ist mir noch nie untergekommen. Während die Gastgeber nach allem was sich bewegte, nahezu ungeahndet traten, bekamen die HSV-Spieler selbst für Kleinigkeiten Karten unter die Nase gehalten. Damit nahm der Schiedsrichter erheblich Einfluss auf den Ausgang der Partie.
Dabei hatte der HSV zunächst das Spiel total unter Kontrolle. Den einzigen Vorwurf den man dem Team machen muss ist, dass in dieser Phase aus etlichen hochkarätigen Chancen nicht eine klare Führung hgerausgeschossen wurde. Einzig ein noch abgefälschter Fernschuß von Andi Moritz fand in der 25. Minute den Weg zur HSV-Führung in die Maschen des Netztes.
Die Hausherren erzielten mit ihrem ersten Torschuß nach 36 Minuten aber den Ausgleich und bestätigten so die alte Fußballweisheit: "wer vorne keine Tore macht, wird hinten bestraft!" Jetzt brachte sich der Schiedsrichter ins Geschehen ein. Nachdem Matthias Berger bei einem vermeindlichen Abseits unmittelbar nach dem Pfiff noch in der Bewegung den Ball ins Tor schoß, sah er in der 38. Minute die Ampelkarte, weil er bereits für das erste Foul im Spiel Gelb gesehen hatte.
Doch selbst zu Zehnt war der HSV noch besser als die Gastgeber und hatte gleich zu Beginn der zweiten Hälfte wieder eine gute Chance. Das Tor erzielten aber wieder die Reutener, bei denen ein Stürmer nach einem Abpraller vor der Latte goldrichtig stand und nur noch abzustauben brauchte.
Da der HSV nun aber immer wieder dem Ausgleich nahe war, schickte der Schiedsrichter Patrick Matern ebenfalls mit der Ampelkarte zum Duschen. Doch selbst bei 9 gegen 11 wusste der HSV nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch zu überzeugen.
10 Minuten vor dem Ende fiel das 3:1 und damit war die Partie entschieden. Dass auch ein Spieler der Hausherren 2 Minuten vor dem Ende Rot sah fiel da nicht mehr ins Gewicht.
Obwohl man (auch in Unterzahl!) das klar bessere Team war, blieb man ohne Punkte, weil man es zunächst versäumte, das Spiel frühzeitg zu entscheiden und anschließend der Schiedsrichter alles dafür tat, dass die Punkte in Reutern blieben. |