Im letzten Spiel des Jahres feierte der HSV einen Sieg beim Tabellenführer und steht somit zur Winterpause auf Platz 7 – das bedeutet: Linke Seite!
Dabei begann alles nicht so rosig. Die Hausherren hatten zuerst mehr vom Spiel, ohne jedoch Angst und Schrecken in der HSV-Hintermannschaft zu verbreiten. So brauchte es dann ein Foul von Stefan Golling, das den Gastgebern per Elfmeter die Chance zur Führung bot. Diese nutzten sie auch in der 17. Minute zur Führung.
Durch dieses Tor war der HSV jedoch nicht demoralisiert, sondern wirkte nun viel präsenter und motivierter. Immer mehr verlagerte sich das Spielgeschehen nun erst einmal weg vom HSV-Gehäuse und dann mehr und mehr vor den Kasten des Tabellenführers. Schon vor dem Pausenpfiff hätte es 1:1 stehen können, doch ein Freistoß von Stefan Golling landete lediglich am Pfosten. So lag man zur Pause zwar zurück, aber dass man hier etwas holen könnte, war nicht ausgeschlossen.
Und diese Hoffnung wurde erfüllt. In der 54. Minute stand Michael März frei am langen Pfosten, hatte zwar zuerst ein paar Probleme den Ball unter Kontrolle zu bringen, umspielte dann jedoch den Torwart und konnte den Ausgleich erzielen. Aber nur zwei Minuten später schien das Konzept über den Haufen geworfen zu sein. Christian Adelsperger sah die gelb-rote Karte für eine Nichtigkeit an der Mittellinie.
Doch der HSV beeindruckte in der Folgezeit mit perfektem taktischen Verhalten, und mit einem läuferisch sehr aufwendigem Verschiebeverbund brachte er die Hausherren zur Verzweiflung. Diesen fiel rein gar nichts ein und so rannten sie sich ein ums andere Mal fest. Besser machte es der HSV. Nach einem blitzschnellen Direktspiel über drei Stationen, behielt Andreas Moritz in der 72. Minute die Nerven und erzielte das 2:1 für den HSV.
Stettenhofen hatte auch weiterhin mehr Ballbesitz, doch der letzte Treffer der Partie gelang abermals dem HSV. Fünf Minuten vor dem Abpfiff wurde dieses Mal Spielertrainer Hans-Jörg Passow von Matthias Berger bedient und war per Lupfer erfolgreich.
Es war ein absolut verdienter Sieg, den sich der HSV durch eine geschlossene Mannschaftsleistung redlich verdiente. Selbst die Gastgeber mussten diese tadellose Leistung neidlos anerkennen. Es bleibt zu hoffen, dass der HSV diese Form über die Winterpause konservieren kann, oder vielleicht noch zulegt. |