Der HSV wählte gegen den Derby-Favoriten eine sehr defensive Taktik und zog sich tief in die eigene Hälfte zurück. Die Gäste fanden gegen diese Maßnahme kein Konzept und scheiterten meist schon am gut arbeitenden Mittelfeld der Hausherren.
Nach gut 35 Minuten schlichen sich einige Nachlässigkeiten ins HSV-Spiel ein, und Gessertshausen bestrafte dies eiskalt mit zwei Treffern noch vor der Halbzeit, wobei das 0:1 abseitsverdächtig war, jedoch Mario Weiß bei seinem Foul, das zum Strafstoß führte, mit der gelben Karte noch gut bedient war.
Direkt nach Wiederanpfiff hätte Alfred Schreiegg per Kopf den Anschlußtreffer erzielen können, stattdessen kassierte man im direkten Gegenzug den nächsten Treffer.
Es begann nun die beste Phase des HSV, die zu etlichen Möglichkeiten führte. Nach Chancen von Andreas Moritz per Kopf und einem glänzend parierten Freistoß von Hans-Jörg Passow war es Alfred Schreiegg, der einen Kopfball zum 1:3 in die Maschen setzte. Es keimte Hoffnung auf, und der HSV war drauf und dran ins Spiel zurück zu kommen.
Man lockerte die Defensive und rannte den Gessertshausern ins offene Messer. Katastrophale individuelle Fehler führten in der Schlußviertelstunde zu vier! weiteren Treffern für die Gäste und damit zum 1:7 Endstand.
Der Sieg der Gessertshauser war verdient, fiel aber deutlich zu hoch aus. |