Die angestrebte Wiedergutmachung des Lagerlechfeld-Debakels ging gehörig daneben. In einem niveauarmen Spiel nahmen die Gäste sofort das Heft in die Hand, und der HSV konnte maximal nur reagieren. Die Bereitschaft Fußball zu spielen fehlte in der ersten halben Stunde komplett. Dabei schaffte man es, einem keinesfalls überzeugenden Gegner noch klar unterlegen zu sein, und so waren die beiden Gegentreffer in der 19. und 32. Minute die logische Konsequenz.
Hoffnung keimte auf, als Benjamin Keller in der 37. Minute den Anschlußtreffer erzielte. Vorausgegangen war eine dynamische Aktion von Tobias Zimmermann, der zwei Gegenspieler stehen ließ und einen mustergültigen Steilpass spielte.
Nach Wiederanpfiff zeigte der HSV mehr Engagement, wobei man an diesem Tage weiterhin eine spielerisch und technisch erbärmliche Vorstellung ablieferte. So war man nicht in der Lage, gefährlich vor´s Tor der Gäste zu kommen. Im Gegenteil, Kleinaitingen war dem vorentscheidenden 3:1 näher als Hainhofen dem Ausgleich.
Erst in der Schlußphase wurde es nochmal spannend. Nach einer unübersichtlichen Aktion im Strafraum der Gäste schoß Christian Hartung den Ball ins Netz, doch der Schiedsrichter erkannte den Treffer wegen einer fragwürdigen Abseitsstellung nicht an. Nochmal bot sich die Chance auf den Ausgleich, doch die Direktabnahme von Andreas Moritz auf Hereingabe von Marcus Bussek verfehlte knapp das Kreuzeck.
Unter dem Strich geht der Sieg der Gäste in Ordnung, da vom HSV einfach viel zu wenig kam. Bestnoten verdiente sich allenfalls das herrliche Spätsommerwetter. |