Bei sehr wechselhaftem Aprilwetter mitten im März konnte man in der ersten halben Stunde keinen Unterschied zwischen Aufstiegsanwärter und dem Tabellendreizehnten ausmachen. Walkertshofen praktizierte das gewohnte Kick-and-Rush, konnte aber damit die HSV-Hintermannschaft keineswegs in Verlegenheit bringen. Der HSV seinerseits spielte zwar gleichwertig mit, konnte aber auch keine Torgefahr ausstrahlen.
So kam die Führung der Hausherren wie aus dem Nichts. Mitten in einem Graupelschauer in der 36. Minute flutschte ein Freistoß von der linken Seite durch die gesamte HSV-Defensive und fand einen freistehenden Walkertshofer, der müheloszum 1:0 vollstrecken konnte. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause.
Nachdem der Gelb-Rot gefährdete Benjamin Keller in der Halbzeit ausgewechselt werden mußte, kam der HSV kaum mehr in die Nähe des gegnerischen Sechzehners. So dümpelte das Spiel vor sich hin, bis in der 58. MInute aus abseitsverdächtiger Position das 2:0 fiel. Damit war das Spiel vorentschieden, da Walkertshofen hinten nichts anbrennen ließ.
Das kampfbetonte jedoch sehr faire Spiel hätte mit diesem Ergebnis zu Ende gehen können, bis der "Unparteiische" unnötigerweise noch Hektik ins Geschehen brachte. Zunächst schickte er Peter Gerstner mit einer völlig überzogenen Gelb-Roten Karte frühzeitig zum Duschen und übersah anschließend eine Tätlichkeit an Mario Weiß.
So verlor der HSV in der Schlußphase die Ordnung und kassierte noch zwei weitere Treffer zum 4:0 Endstand.
Der an spielerischen Elementen arme Kick hatte in Walkertshofen den absolut verdienten Sieger, jedoch täuscht die Höhe des Ergebnisses über die wahren Verhältnisse hinweg. |